Die Geschichte des Tauerngoldes

Bis in die Antike lässt sich die Suche nach dem legendären Tauerngold in den Hohen Tauern zurück verfolgen. Mit heute unvorstellbaren Anstrengungen wurde das edle Metall im händisch vorangetriebenen Untertagebau den Bergen rund um unsere Lodge abgerungen. Und noch heute kannst du dich auf eine Zeitreise in längst vergangene goldene Zeiten begeben und mit ein bisschen Glück und Geduld sogar ein wenig Goldstaub beim Goldwaschen finden.

Die Hauptbergbaugebiete waren in der Goldberggruppe. Im Sonnblick und Goldzechgebiet, im Fleißtal und Goldbergspitze sowie Eckberg im Zirknitztal. Aber nicht nur in diesem Gebiet, sondern im ganzen oberen Mölltal mit seinen Seitentälern wurde nach Gold gesucht und gegraben. Überall wurde gesucht, geschürft und gepocht um den Berg seinen Segen zu entnehmen. Seine letzte und grösste Blütezeit erlebte der Goldbergbau um 1600, bevor eine massive Klimaverschlechterung die kühn angelegten Goldstollen oft für Jahrhunderte unter Gletscherzungen verschwinden ließ.

Das erzhältige Gestein wurde vor dem Stollen grob sortiert bzw. das taube Gestein ausgeschieden, das hältige Gestein dann in Säcken, meist aus Schweinshüten, zu den Pochwerken gebracht, am Seebichl und beim Alten Pocher im Fleißtal sowie bei den oberen Almhütten im Zirknitztal sind diese gestanden. Dort wurde das Gestein nochmals gepocht, die tauben Gesteine ausgeschieden. Die erzhältigen Teile wurden dann nach Döllach zur Goldmühle und Goldschmelze gebracht, wo dann das Gold und Silber gewonnen wurde.
In der Blüte der Bergbauzeit waren 3.000 und mehr Knappen, Truhenschieber, Scheider, Sackzieher, Schiener (Vermesser), Pocher und Schmelzer im Bergbau beschäftigt. 

Jahrhundertelang war Goldwaschen somit auch in Heiligenblut ein bäuerliches Nebengewerbe gewesen und auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten sich ein paar Leute mit Goldwaschen das Existenzminimum zu sichern. Zum Ferienhobby wurde Goldwaschen erst 1974, als Rudolf Ertl gemeinsam mit Raimund Granögger erste Goldwaschaktivitäten für Urlauber setzte.

Noch heute kannst du dich in den Gemeinden der genannten Goldberggruppe auf eine Zeitreise in längst vergangene goldene Zeiten begeben:

In Döllach (Gemeinde Grosskirchheim) - dem einstigen Zentrum des Goldbergbaus -  gibt es einen Rundwanderweg, sowie den aufwändig restaurierten „Kohlbarren“, der nach der Blüte des Goldbergbaus zur Verhüttung von Blei und Zink diente. Am Putzenhof (einem über 500 Jahre altem Gewerkenhaus der Goldschlürfer) präsentiert die Ausstellung „Tauerngold“ die Goldschätze aus der vergangenen Zeit.

Im Goldgräberdorf Heiligenblut wird demonstriert, wie einst das Golderz in harter Arbeit in den Stollen abgebaut und aus den Hochgebirgslagen im Winter in Sackzügen zu Tal gebracht wurde. Eine Goldgräberhütte und eine Bergschmiede, ein Bruchhof  und der Röststadel, wo sie mürbe geröstet wurden, informieren über die Weiterverarbeitung. Herzstück des Goldgräberdorfes ist ein wiedererrichtetes Pochwerk zum Zerkleinern der Erze. Da­ran angeschlossen sind eine Amalgamationsanlage und ein Schmelzofen.

Mit ein wenig Geduld lässt sich ein wenig Goldstaub aus dem Bachlauf waschen – Glück auf für deine Suche!

 

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